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Eine '''Brücke''' ist ein Bauwerk, das Verkehrswege (n, Geh- und Radwege, Eisenbahnstrecken, n u. a.) oder Versorgungseinrichtungen (wie Rohrleitungen, Kabel-Leitungen, u. a.) über natürliche Hindernisse (Bäche, Flüsse, Schluchten u. a.) oder andere Verkehrswege hinwegführt.

n dienen Wildtieren, Autobahnen gefahrlos zu überqueren.

Quer über Verkehrswege oder frei zu haltende Flächen errichtete werden ebenfalls als ''Brücken'' bezeichnet.

Bauformen sind '''Balkenbrücken,''' n und n.

Geschichte

Eine der ältesten archäologisch gesicherten Brücken stellt die prähistorische wurde zur Festigung der Holzpfeiler verwendet. Andere prähistorische Brücken wurden aus England und Norddeutschland bekannt.

Im 6. Jahrhundert v. Chr. bauten die Babylonier unter Brücken aus Zypressen- und Zedernholz. Den Bau von Bogenbrücken aus Natursteinen oder Beton beherrschten schon die Römer, wie die noch eindrucksvoll belegt.

Seit mindestens 1000 Jahren werden Brücken in Asien und Südamerika über enge Schluchten aus Pflanzenfasern als Hängebrücken ausgebildet, die letzte noch funktionierende dieser Art ist die , sie besteht komplett aus Gras.

Bis ins 19. Jahrhundert dominierten Holz und Stein als Baumaterial, aber bereits mit der Industrialisierung entstand 1779 mit dem neuen Baustoff Gusseisen die erste Eisenbrücke der Welt, die Iron Bridge, eine Bogenbrücke von 30 m Stützweite über den Fluss Severn bei Coalbrookdale (England), die erbaute. Die weitere Entwicklung des neuen Baustoffes zu zähem und zugfestem Schmiedeeisen ermöglichte den Bau von langen . Eine der ersten bedeutenden war die in Wales mit einer Hauptstützweite von 177 m bei einer Gesamtlänge von 521 m, von Thomas Telford zwischen 1818 und 1826 erbaut. Die industrielle Herstellung von Walzträgern förderte den Bau von Fachwerkbalkenbrücken, wie der in Wales von Robert Stephenson aus dem Jahr 1850, mit Stützweiten von 146 m Länge.

Der zweite moderne Baustoff Beton wurde ab Mitte der 1860er-Jahre als Stampfbeton bei Bogenbrücken eingesetzt, die erste baute 1875 Joseph Monier auf einem Landsitz bei Chazelet über einen Bach. Eisenbetonbrücken mit großen Stützweiten wurden Anfang des 20. Jahrhunderts insbesondere als Bogenbrücken ausgeführt, wie 1930 bei der mit 90 m Stützweite.

Mit der Entwicklung des mit einer Stützweite von 260 m und einer Gesamtlänge von 914 m.

Definition

Deutschland

{{Zitat

Österreich

In den (RVS), Kapitel 4 Kunstbauten, ist die Brücke definiert, wobei sinngemäß das gleiche wie in Deutschland gilt.

Bauelemente

Einzelne Bauelemente einer Brücke werden beispielhaft anhand einer Straßenbrücke aufgezählt. Andere Brückenarten haben manche Teile nicht, dafür wiederum zusätzlich andere (vergleiche feste und bewegliche Brücken). Nicht jede Straßenbrücke besitzt alle Bauelemente. Vielmehr werden die Bauelemente für jede Brücke nach den Erfordernissen vom Planer ausgewählt.

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! Balkenbrücke (Querschnitt)
! Hängebrücke (Ansicht)
! Bogenbrücke (Ansicht)
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Brückeninstandhaltung

Die Brückeninstandhaltung besteht zum einen aus der Bauwerksüberwachung und -prüfung. Diese sind in Deutschland in der deutlich verlängert werden.

Es gibt verschiedene Methoden, um den Zustand von Brücken zu überwachen. Zum Beispiel können für eine Langzeitüberwachung beim Bau einer Brücke Auswertung kann somit aus dem von der Objektoberfläche zurückgestreuten Licht die Schwinggeschwindigkeit oder Verschiebung am Messpunkt genau ermittelt werden.

Im Brückenbau, besonders bei Autobahnbrücken, wird der kathodische Korrosionsschutz (KKS) mittels Fremdstromanode durchgeführt. Dazu wird ein Anodengitter aus beschichtetem Titan auf die zu schützende Oberfläche aufgebracht und mit Spritzbeton circa 2 cm bis 3 cm eingespritzt. Der Spritzbeton dient dabei als Elektrolyt. Der Strom wird über Gleichrichter in die Bewehrung eingeleitet und so der kathodische Schutz erreicht. Die Maßnahme wird mit einem automatischen Überwachungssystem laufend überprüft.
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Baustahlkorrosion.jpg|Korrosion bei Baustahl
Anodengitter.jpg|Anodengitter für den KKS
Korrosion Lieserschluchtbrücke.jpg|Korrosion bei Säule der Lieserschluchtbrücke
KKS-Lieserschluchtbrücke.jpg|KKS-Felder bei Lieserschluchtbrücke
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Nach Angaben der Deutschen Bahn seien von 25.000 Eisenbahnbrücken 9000 älter als 100 Jahre. 1400 Brücken müssten dringend saniert werden. (Stand: 2013)<ref name="stz-2013-09-02"></ref>

Herstellung

Brücken können an Ort und Stelle gebaut, an einem anderen Ort hergestellt und beispielsweise mittels Schiff transportiert oder an der Baustelle hergestellt und in ihre endgültige Lage eingeschoben werden.

Beim Einschieben in Längs- oder Querrichtung werden hydraulische Pressen verwendet wie im Juni 2013 in Viersen,

Betonbrücken mit geringer Höhe über Gelände können kostengünstig mit einem hergestellt werden. Bei mehrfeldrigen Brücken wird der Überbau meist abschnittsweise betoniert, wozu ein Lehrgerüst oder bei hohen Brücken ein verwendet werden kann.

Vorschubgerüste sind Gerüste, die sich selbstständig von einem Brückenfeld zum nächsten verschieben. Anwendung finden diese Art von Gerüsten vor allem bei Brücken mit wechselnden Kurvenradien, unterschiedlichen Steigungen, wechselnden Stützweiten und bei Eisenbahnbrücken, die aus einer Kette von Einfeldträgern bestehen.

Sonst werden längere Spannbetonbrücken, Durchlaufträger mit regelmäßigen Stützenabständen und Hohlkastenquerschnitt, oft mit dem weit verbreiteten wirtschaftlichen Taktschiebeverfahren hergestellt (Taktschiebebrücken).

Bei großen Stützweiten finden sich Freivorbaubrücken, insbesondere zum Überbauen von breiten Gewässern. Dabei wird am frei auskragenden Ende der jeweils folgende Bauabschnitt angefügt. Insbesondere bei Stahlbrücken oder Verbundbrücken kann der Überbau aus Stahl oft mit Hebegeräten wie einem Autokran oder Winden montiert werden.

Daneben gibt es im Spannbetonbau noch die Möglichkeit, eine Brücke mit Fertigteilen zu bauen. Dies geschieht in Deutschland vor allem bei Autobahnüberführungen, bei denen die Brückenträger vorproduziert werden und die Fahrbahnplatte nur noch darauf betoniert werden muss. Dagegen ist außerhalb von Deutschland der Brückenbau mit Fertigteilquerschnittssegmenten sehr weit verbreitet. Dabei wird die Brücke durch das Aneinanderfügen und Verspannen von einzelnen vorproduzierten Querschnittselementen hergestellt. Ein Stahlbetonbogen kann beispielsweise im abgespannten Freivorbau oder mit einem errichtet werden.

Das mittlere Alter der Brücken über Autobahnen und Bundesstraßen in Nordrhein-Westfalen beträgt nach dem .'' (online), 20. November 2008.</ref> Allerdings waren sie ursprünglich für eine deutlich geringere Verkehrsbelastung ausgelegt, als sie heute zu tragen haben.

Brücke als Symbol

Die Brücke ist ein weit verbreitetes Symbol für die Überwindung von Gräben und die Verbindung über trennende Grenzen hinweg. Daran knüpfen sowohl die Bezeichnung des römischen Papstes als ?Pontifex Maximus? (Oberster Brückenbauer) als auch die Wahl der Brücke als Symbol kirchlicher oder sozialer Einrichtungen mit Dialogauftrag (Evangelische Akademie Bad Boll) an. Den Aufbruch zu neuen Ufern sollte der Name der expressionistischen Künstlergruppe Anfang des 20. Jahrhunderts symbolisieren. Auf der Rückseite jeder Eurobanknote ist ebenfalls eine Brücke als ein Symbol der Verbindung der Völker Europas und Europa mit der Welt dargestellt.

Zugleich und infolge der zunehmenden Bau- und Verkehrssicherheit weniger im Vordergrund steht das Motiv der Brücke für das mit Angst besetzte Beschreiten gefährlicher Wege. Brücken können einstürzen, wirken manchmal wackelig oder wenig Vertrauen erweckend, führen über gefährliche Abgründe und stehen für das Betreten von Neuland. Das Begehen einer Brücke ist mit der Gefahr eines Absturzes verbunden; in früheren Zeiten war es daher oft der Baumeister, der zum Beweis der Stabilität die Brücke als erster überschreiten musste. Im Mittelalter entstanden auch , wenn es beim Bau der Brücke nicht mit rechten Dingen oder gar mit dem Teufel zugegangen sein soll. Brücken galten zudem als bevorzugter Ort für Überfälle durch Wegelagerer.

Die Tatsache, dass Wohnungslose gelegentlich den öffentlichen Raum unter Brückenauffahrten als Schutz- und Wohnquartier nutzen, hat dazu geführt, dass die Redensart ''unter Brücken hausen'' zum bildhaften Ausdruck für Obdachlosigkeit im urbanen Umfeld geworden ist.

In der Heraldik wird die Brücke als Bauwerk dargestellt, der Begriff wird aber auch als Bezeichnung des Turnierkragens verwendet. Siehe auch .

<gallery caption="Brücken als Wappensymbol">
Coat of arms of borough Friedrichshain-Kreuzberg.svg|Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin
Fürstenfeldbruck Wappen.svg| in Bayern
DEU Marktheidenfeld COA.svg|Marktheidenfeld in Bayern
Wappen-koenigsbrueck.png| in Sachsen
AUT Bruck an der Mur COA.jpg|Bruck an der Mur in der Steiermark
AT Innsbruck COA.svg|Innsbruck in Tirol
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Brücken in der Kunst

Bildende Kunst

In der christlichen Heiligenverehrung deutet die Brücke als Attribut auf die Hinrichtungsart eines s hin, der von einer Brücke gestürzt wurde. Bekanntester Vertreter ist der heilige Nepomuk, der als Schutzpatron der Brücken gilt. Ein anderes bekanntes Beispiel ist der heilige Florian. Solche Märtyrer, aber auch andere Heilige, wurden in der Vergangenheit angerufen, um sich vor der mit dem Überschreiten einer Brücke häufig assoziierten Gefahr zu schützen. Oft wurden sie als Standbilder auf Brücken aufgestellt und folgend als '''Brückenheilige''' bezeichnet.

Davon leitet sich die redensartliche Bezeichnung einer Person als ''Brückenheiliger'' ab, die bei Wind, Wetter oder anderen Gefahren an exponierter Stelle allen Unbilden zum Trotz aushält und unbeweglich als unbeteiligter Beobachter dasteht, ohne einer erkennbaren Tätigkeit nachzugehen oder deutlich Stellung zu dem sie umgebenden Geschehen zu beziehen.

Musik

In Liedgut und Musik steht das Motiv der Brücke meist symbolisch für die Überwindung von Schwierigkeiten oder die Lösung mehr oder weniger schwerwiegender Probleme. Dies gilt sowohl in der englischen Liedliteratur, wo eine wichtige Rolle gespielt hat.

Übergänge zwischen einzelnen Teilen eines Liedes oder Interpretationen (beispielsweise rein instrumental gespielte Parts zwischen vokalen Parts) werden ''Bridge'' genannt (übersetzt ?Brücke?, aber als deutsches Wort nicht in Gebrauch), wobei Wechsel von Rhythmus oder Harmonien möglich sind, siehe dazu Bridge (Musik).

Literatur

In der Literatur ist die Brücke ein beliebtes Motiv. Das reicht von Balladen () bis hin zu bekannten Zitaten.
{{Zitat-fr

Film

Zahlreiche Filme haben Brücken als zentrales Motiv. Aufgrund ihrer strategischen Bedeutung befassen sich besonders ).

Standortwahl

Bei der Auswahl von Brückenstandorten werden neben ästhetischen und funktionellen Gesichtspunkten auch ökologische Kriterien berücksichtigt. Die Auswahl des Standorts einer Brücke sowie einer dazu passenden Bauform kann ein schwieriger politischer Prozess sein, wie das Beispiel des s um die zeigt.

Bilder

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Regensburg - Steinerne Bruecke ohne Dom.jpg| Regensburg
Budapest Kettenbrücke.jpg| Budapest
Nantenbach Mainbrücke Schönrain-Tunnel 2006-01-29-a.jpg|, Fachwerk mit Stahlverbundplatte
Diffene Bridge MA.jpg|, Klappbrücke im Hafen Mannheim
Podul Minciunilor.JPG|Lügenbrücke in Hermannstadt
Sunnibergbruecke unten.jpg|
Pont-Saint-Martin-Ponte-DSCF8380.JPG|Die Bogenbrücke Pont Saint-Martin
Griethausener eisenbahnbrücke 03.jpg|, älteste noch erhaltene Eisenbahnbrücke im deutschen Rheinabschnitt
Maintalbrücke-Gemünden 2006.jpg|, Rahmenbrücke
Göltzschtalbrücke Größenvergleich mit Auto.jpg|, weltgrößte Ziegelsteinbrücke
20130214 075 Saale-Elster-Talbrücke Stabbogenbrücke.jpg|, längste Brücke Deutschlands
Siebenlehner-Bruecke.jpg|, in den 1930er Jahren höchste Autobahnbrücke Europas
Europabrücke.jpg| der Brenner Autobahn, in den 1960er Jahren höchste Brücke Europas
Minang Jembatan Akar.jpg|Hängebrücke aus Wurzeln in Sumatra
2011.11.05 Rotholz Innsteg.jpg|Hölzerner Innsteg zwischen Jenbach und Rotholz
Loschwitzer Brücke - Blaues Wunder 2.jpg|Blaues Wunder in Dresden
Puente de Mostar.JPG|Stari most in Mostar, Wahrzeichen der Stadt
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Listen von Superlativen

Weitere Listen

nach Flüssen:
Deutschlandweit

Weitere Listen, siehe

Siehe auch

  • Bauingenieurwesen

Literatur

  • Bayerische Gesellschaft für Unterwasserarchäologie e.V. (Hrsg.): ''Archäologie der Brücken. Vorgeschichte, Antike, Mittelalter, Neuzeit.'' Pustet, Regensburg 2011, ISBN 978-3-7917-2331-0.
  • David J. Brown: ''Brücken ? Kühne Konstruktionen über Flüsse, Täler, Meere.'' Callwey-Verlag, München 1994, ISBN 3-7667-1114-8.
  • Eugen Brühwiler, Christian Menn: ''Stahlbetonbrücken.'' Springer-Verlag, Wien 2003, ISBN 3-211-83583-0.
  • Dirk Bühler: ''Brückenbau im 20. Jahrhundert. Gestaltung und Konstruktion.'' DVA, München 2004, ISBN 3-421-03479-6.
  • Richard R. Dietrich: ''Faszination Brücken. Baukunst ? Geschichte ? Technik.'' Callwey, München 1998, ISBN 3-7667-1326-4.
  • Fritz Leonhardt: ''Brücken.'' Deutsche Verlags-Anstalt, 2002, ISBN 3-421-02590-8.
  • Alfred Pauser: ''Massivbrücken ? ganzheitlich betrachtet. Geschichte, Konstruktion, Herstellung, Gestaltung.'' Österreichische Vereinigung für Beton und Bautechnik (für Österreich). Verlag Bau + Technik (für Deutschland), 2002, ISBN 3-7640-0431-2.
  • Caspar Schärer, Christian Menn (Hrsg.): ''Christian Menn. Brücken.'' Scheidegger & Spiess, Zürich 2015, ISBN 978-3-85881-455-5. (Text deutsch und englisch)
  • Frank Tönsmann (Hrsg.): ''Brücken. Historische Wege über den Fluss.'' 13. Kasseler Technikgeschichtliches Kolloquium. Kassel University Press, Kassel 2006, ISBN 3-89958-117-2 (Volltext)
  • Lucien F. Trueb: ''Betonbrücken ? Symbiose von Ingenieurwissenschaft und Kunst.'' In: ''Naturwissenschaftliche Rundschau.'' 57, Nr. 10, 2004, , S. 537?543.
  • Silvia Koci Montanari: ''Die antiken Brücken von Rom.'' Schnell & Steiner, Regensburg 2006, ISBN 3-7954-1814-3.
  • Christian Brensing (Hrsg.): ''Zwei Brücken ? Bernhard Schäpertöns.'' JOVIS, Berlin 2010, ISBN 978-3-86859-083-8.
  • , Berlin 2018, S. 58?101, S. 190?195, S. 200?210, S. 221?222, S. 241?247, S. 252?256, S. 445?448, S. 471?476, S. 483?491, S. 603?615 u. S. 621?627, ISBN 978-3-433-03229-9.

Weblinks

  • ? Seite des Bundesverkehrsministeriums zu Brücken in Deutschland, viele statistische Angaben

Einzelnachweise